In Teilprojekt 1, welches am Zuse-Institut-Berlin beheimatet ist, beschäftigen wir uns mit dem Problem, kostenminimale Flugrouten zwischen zwei gegebenen Flughäfen effizient zu berechnen. Als Lösungsansatz kombinieren wir klassische kürzeste-Wege-Algorithmen mit Techniken aus der ganzzahligen- und kombinatorischen Optimierung.

Teilprojekt 2 wird an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg untersucht und hat das Ziel, kostenminimale und energieeffizeinte Freiflug-Trajektorien für Flugzeuge zu bestimmen. Freiflug ist ein Luftraumkontrollsystem das flexiblere Trajektorien erlaubt als das konventionelle Luftverkehrsnetzverk ATN. Eine gute Freiflug-Trajektorie sollte Wind und Temperatur so gut wie möglich ausnutzen, die sich beide über die Zeit verändern, sollte sich während des Fluges der optimalen Höhe und Fluggeschwindigkeit anpassen sowie eingeschränkte oder teure Lufträume meiden und gleichzeitig alle Bedingungen der Flugsicherheit einhalten.

In Teilprojekt 3, welches an der TU Braunschweig untersucht wird, geht es um die Integration der optimalen Güterzugbildung und der Fahrplanerstellung. Das übergeordnete Ziel ist es, Transportpläne zu generieren, welche den Energieverbrauch minimieren, wobei verschiedene Restriktionen zu beachten sind. Zu diesem Zweck werden Methoden der gemischt-ganzzahligen Optimierung eingesetzt.

Teilprojekt 4a wird an der Technischen Universität Chemnitz bearbeitet und widmet sich der Erstellung und Optimierung von Betriebsplänen für Personen- und Güterzüge der Deutschen Bahn. Dabei ist für jeden Zug die exakte Route in einem vereinfachten Schienennetz mit groben zeitlichen Vorgaben gegeben. Abfahrtszeiten und Überholvorgänge sind nun so zu bestimmen, dass Mindestzugfolgezeiten und Bahnhofskapazitäten eingehalten werden und dabei der Gesamtenergieverbrauch (mit teilweiser Einbeziehung von Leistungsspitzen) möglichst gering bleibt.

Im Teilprojekt 4b der FAU Erlangen Nürnberg geht es darum, optimierte Fahrpläne für den Zugverkehr zu entwickeln. Das entscheidende Kriterium ist hierbei die Absenkung der maximal zu einem Zeitpunkt aus dem Bahnstromnetz bezogenen Leistung. Die Reduktion der Spitzenleistung trägt erheblich zu einer günstigeren Stromrechnung des Netzbetreibers bei.

Im Rahmen von Teilprojekt 5 erstellt das Fraunhofer SCS eine taktische Netzplanung für den kombinierten Schienen-Straßen-Verkehr, die sowohl aus Kosten- als auch aus energetischen Aspekten für die Verlader attraktiv ist. Dadurch soll es den Anbietern kombinierter Verkehre möglich sein, zukünftig Frachttransporteuren durch attraktive Transportzeiten und -bedingungen einen Anreiz zu bieten, mehr Tonnage über das Schienen-Straßen-Netz zu transportieren. Dazu kommen Methoden der gemischt-ganzzahligen Optimierung zum Einsatz.